Abo Preise und Preissteigerungen
Warum die my4E Premium-Preise zum 01.07.2026 angepasst werden (mussten)
my4E wurde über viele Jahre mit viel Aufwand weiterentwickelt, erweitert und an neue technische Anforderungen angepasst. In dieser Zeit sind zahlreiche neue Funktionen hinzugekommen: modernisierte Auswertungen, Widgets, Apple-Watch-Unterstützung, bessere Prognosen, neue Ansichten, mehr Komfortfunktionen, technische Anpassungen an neue iOS-Versionen und viele Verbesserungen im Hintergrund.
Die Premium-Preise sind in dieser Zeit jedoch im Wesentlichen nicht in gleichem Maß mit gewachsen. Viele Weiterentwicklungen wurden umgesetzt, ohne dass sie durch regelmäßige Preisanpassungen gedeckt wurden. Lange Zeit war das vertretbar, weil die technische Grundlage stabil war und bestimmte Datenzugriffe ohne zusätzliche laufende Kosten möglich waren. Diese Situation hat sich nun grundlegend geändert.
Hauptgrund für die Preiserhöhung: der wichtigste neue Kostenblock: die E3/DC Datenschnittstelle
Der entscheidende Punkt ist die neue Datensituation rund um E3/DC bzw. Hager Energy. my4E ist darauf angewiesen, zuverlässig Daten aus dem Hauskraftwerk abrufen und auswerten zu können. Bisher war ein Teil dieser Datenzugriffe ohne zusätzliche laufende Kosten möglich.
Mit der kommenden bzw. neuen Datenschnittstelle entsteht jedoch ein neuer, dauerhafter Kostenblock. Die Nutzung dieser Schnittstelle ist für my4E nicht mehr kostenfrei. Das bedeutet: Jeder aktive Zugriff verursacht künftig laufende Kosten, die direkt mit der Nutzung der App zusammenhängen.
Das ist ein wesentlicher Unterschied zu früher. Es handelt sich nicht um eine einmalige Entwicklungsaufgabe, die irgendwann abgeschlossen ist, sondern um fortlaufende Betriebskosten. Je mehr Nutzerinnen und Nutzer my4E aktiv verwenden und je mehr Daten abgerufen werden müssen, desto stärker wirken sich diese Kosten aus.
Vom Abo-Preis bleibt nicht der volle Betrag übrig
Ein häufiger Denkfehler bei App-Abos ist die Annahme, dass der im App Store sichtbare Preis vollständig beim Entwickler ankommt. Das ist nicht der Fall.
Vom Bruttopreis eines Abos gehen zunächst Abgaben und Gebühren ab. Dazu gehören insbesondere:
- Umsatzsteuer
- Apple-Provision für Verkäufe und Abos über den App Store
- laufende technische Betriebskosten
- neue Kosten für die E3/DC Datenschnittstelle
- Entwicklungs-, Test- und Supportaufwand
- allgemeine Unternehmens-, Steuer- und Verwaltungskosten
Apple nennt für digitale Güter und Dienste im App Store grundsätzlich eine Provision von 30 Prozent; unter bestimmten Bedingungen, etwa im App Store Small Business Program oder bei qualifizierenden Abos, können 15 Prozent gelten. Außerdem weist Apple darauf hin, dass Erlöse als Verkäufe abzüglich Apple-Provision und bestimmter Steuern bzw. Anpassungen zu verstehen sind.
In Deutschland beträgt der reguläre Umsatzsteuersatz aktuell 19 Prozent. Diese Umsatzsteuer ist im Endpreis enthalten und steht nicht für Entwicklung, Betrieb oder Support der App zur Verfügung.
Vereinfacht gesagt: Von einem Abo-Preis, den Nutzerinnen und Nutzer im App Store sehen, bleibt nach Umsatzsteuer, Apple-Provision und laufenden Kosten nur ein deutlich kleinerer Anteil übrig.
Beispielhaft gedacht: Was aus einem Abo-Preis bezahlt werden muss
Die genaue Rechnung hängt von Land, Steuer, Abo-Modell und App-Store-Abrechnung ab. Grob betrachtet muss ein Premium-Abo aber mehrere Ebenen finanzieren:
1. Abgaben und Plattformkosten
Ein Teil des Preises entfällt auf Umsatzsteuer und App-Store-Provision. Dieser Anteil steht my4E nicht für die eigentliche Weiterentwicklung zur Verfügung.
2. Neue laufende API-Kosten
Die neue E3/DC Datenschnittstelle verursacht künftig zusätzliche Kosten. Diese Kosten entstehen nicht einmalig, sondern dauerhaft während des Betriebs. Pro System, pro Monat.
3. Entwicklung und Wartung
my4E muss an neue iOS-Versionen, neue Geräte, neue Systemfunktionen und Änderungen an Schnittstellen angepasst werden. Dazu kommen Fehlerkorrekturen, Optimierungen und die Weiterentwicklung bestehender Funktionen.
4. Infrastruktur und Dienste
Prognosen, Datenverarbeitung, Analysefunktionen, Tests, App-Store-Bereitstellung, Entwicklungswerkzeuge und externe Dienste verursachen ebenfalls laufende Kosten.
5. Support und Kommunikation
Fragen von Nutzerinnen und Nutzern, Fehlerberichte, App-Store-Kommunikation, Hilfetexte, Erklärungen und Support sind ein erheblicher Teil des Aufwands, auch wenn dieser nach außen oft kaum sichtbar ist.
6. Geräte, Tests und technische Ausstattung
Eine App wie my4E muss auf verschiedenen iPhones, iPads, Apple-Watch-Modellen, iOS-Versionen und Anzeigegrößen getestet werden. Dafür werden regelmäßig Geräte, Zubehör, Software, Entwickleraccounts und Testumgebungen benötigt.
7. Steuern und Unternehmensaufwand
Auch nach Abzug aller direkten Kosten bleiben allgemeine steuerliche und unternehmerische Pflichten. Buchhaltung, Steuerberatung, Verwaltung, Versicherungen und sonstige Betriebsausgaben sind Teil der realen Kostenstruktur.
my4E ist über Jahre deutlich gewachsen
Die Preisstruktur von my4E hat lange nicht vollständig abgebildet, wie stark die App in den vergangenen Jahren gewachsen ist. Viele Funktionen, die heute selbstverständlich wirken, mussten entwickelt, getestet, verbessert und langfristig gepflegt werden.
Dazu gehören unter anderem:
- umfangreichere Energieauswertungen
- modernisierte Ansichten und Detailseiten
- Widgets für den schnellen Überblick
- Apple-Watch-Funktionen
- bessere Tages- und Prognoseinformationen
- neue Analysefunktionen
- laufende Anpassungen an iOS
- Verbesserungen der Stabilität
- mehr Komfort in der Bedienung
- technische Vorbereitungen auf neue Schnittstellen
- viele kleine Detailverbesserungen, die im Alltag kaum auffallen, aber Entwicklungszeit kosten
Viele dieser Erweiterungen wurden über längere Zeit nicht durch entsprechende Preisanpassungen begleitet. Das war bewusst nutzerfreundlich, ist aber unter den neuen Rahmenbedingungen nicht mehr dauerhaft tragfähig.
Die neue Schnittstelle verändert die wirtschaftliche Grundlage
Die bisherige Preisstruktur passte zu einer anderen technischen und wirtschaftlichen Situation. Mit der neuen E3/DC Datenschnittstelle ändert sich diese Grundlage.
Früher stand vor allem der Entwicklungsaufwand im Mittelpunkt: Funktionen bauen, Fehler beheben, App pflegen. Künftig kommt zusätzlich ein nutzungsabhängiger laufender Kostenblock hinzu. Das macht einen entscheidenden Unterschied.
Eine App mit mehreren tausend aktiven Nutzerinnen und Nutzern kann solche laufenden Kosten nicht dauerhaft aus Rücklagen oder aus einer alten Preisstruktur finanzieren. Würde my4E die Preise nicht anpassen, müsste langfristig an anderer Stelle gespart werden: weniger Weiterentwicklung, weniger Support, weniger Komfortfunktionen oder im schlimmsten Fall eine Einschränkung bestimmter datenintensiver Funktionen.
Genau das soll vermieden werden.
Warum Abos mit Familienfreigabe deutlich teurer sein müssen
Ein besonderer Punkt betrifft die Abos mit Familienfreigabe. Auf den ersten Blick wirkt ein Familienabo oft nur wie eine kleine Komfort-Erweiterung: Eine Person zahlt, mehrere Familienmitglieder dürfen die App ebenfalls nutzen. Wirtschaftlich ist das für eine App wie my4E aber ein erheblicher Unterschied.
Apple erlaubt bei der Familienfreigabe, dass geeignete App-Store-Abos mit bis zu fünf weiteren Familienmitgliedern geteilt werden können. Ein einziges Abo kann also potenziell von mehreren Personen auf mehreren Geräten genutzt werden.
Für my4E bedeutet das nicht einfach nur „ein Kauf, ein Nutzer“. Ein Familienabo kann in der Praxis mehrere Apple-IDs, mehrere Geräte, mehrere App-Installationen und potenziell auch mehrere unterschiedliche Nutzungssituationen abdecken. Gerade bei einer App, die regelmäßig Energiedaten abruft, Widgets aktualisiert, Watch-Daten bereitstellt und künftig über eine nicht mehr kostenfreie Datenschnittstelle arbeitet, macht das einen deutlichen Unterschied.
Der Preis eines Familienabos kann daher nicht nur leicht über dem Einzelabo liegen. Er muss berücksichtigen, dass mit einem einzigen Abo deutlich mehr Nutzung entstehen kann. Das betrifft nicht nur sichtbare Funktionen, sondern auch laufende Kosten im Hintergrund: Datenabrufe, API-Nutzung, Aktualisierungen, Support, Fehleranalyse und die technische Bereitstellung für mehrere Familienmitglieder.
Wichtig ist dabei: Apple zahlt dem Entwickler für ein Familienabo nicht mehrfach aus, nur weil mehrere Personen es nutzen. Es bleibt ein einziges Abo mit einem einzigen Umsatz. Dieser Umsatz muss aber im Zweifel die Nutzung mehrerer Personen tragen. Genau deshalb sind Abos mit Familienfreigabe deutlich teurer als Einzelabos.
Trotzdem bleibt ein Familienabo bewusst günstiger, als wenn mehrere Personen jeweils ein eigenes Einzelabo abschließen würden. Es soll weiterhin eine faire Option für Haushalte und Familien sein, die my4E gemeinsam nutzen möchten. Der höhere Preis ist daher kein Aufschlag ohne Gegenleistung, sondern spiegelt die realistisch höhere Nutzung und die damit verbundenen laufenden Kosten wider.
Gerade durch den neuen Kostenblock der E3/DC Datenschnittstelle wird dieser Punkt wichtiger als früher. Solange Datenzugriffe keine oder nur sehr geringe laufende Kosten verursacht haben, war Familienfreigabe wirtschaftlich leichter darstellbar. Wenn aber jeder zusätzliche aktive Nutzer zusätzliche Datenabrufe und damit laufende Kosten verursachen kann, muss sich das auch in der Preisstruktur widerspiegeln.
Die stärkere Preisanpassung bei Familienabos ist deshalb notwendig, damit die gemeinsame Nutzung weiterhin angeboten werden kann, ohne die Kosten auf alle Einzelabos umzulegen. So bleibt die Preisstruktur fairer: Wer my4E alleine nutzt, zahlt das Einzelabo. Wer die Vorteile der Familienfreigabe nutzen möchte, trägt einen angemessenen Anteil an den dadurch möglichen Mehrkosten.
Warum nicht einfach alles beim alten Preis lassen?
Eine unveränderte Preisstruktur wäre kurzfristig angenehm, langfristig aber nicht ehrlich. my4E soll nicht nur irgendwie weiterlaufen, sondern zuverlässig, modern und zukunftsfähig bleiben.
Dazu gehört, dass die App:
- technisch an die neue E3/DC Welt angepasst wird
- weiterhin aktiv gepflegt wird
- neue iOS-Versionen unterstützt
- Fehlerkorrekturen erhält
- Support leisten kann
- Widgets, Watch und Komfortfunktionen weiter sinnvoll betreiben kann
- auch künftig unabhängig weiterentwickelt werden kann
Diese Ziele lassen sich nur erreichen, wenn die laufenden Einnahmen zu den laufenden Kosten passen.
Die Anpassung ist keine kurzfristige Entscheidung
Die Preisanpassung ist keine spontane Maßnahme und auch keine Reaktion auf eine einzelne Funktion. Sie ist das Ergebnis mehrerer Entwicklungen, die zusammenkommen:
Die App ist deutlich umfangreicher geworden. Der Pflegeaufwand ist gestiegen. Die Erwartungen an Stabilität, Komfort und Aktualität sind höher geworden. Gleichzeitig entsteht durch die neue E3/DC Datenschnittstelle ein zusätzlicher laufender Kostenblock, den es früher in dieser Form nicht gab.
Die Anpassung ist daher notwendig, damit my4E weiterhin seriös betrieben werden kann.
Was Nutzerinnen und Nutzer dafür bekommen
Premium finanziert nicht nur einzelne sichtbare Funktionen. Premium sorgt dafür, dass my4E als Ganzes weiterentwickelt und betrieben werden kann.
Dazu gehören die sichtbaren Funktionen, aber auch die vielen unsichtbaren Arbeiten im Hintergrund: Datenabruf, Fehlerbehandlung, Anpassungen an geänderte Schnittstellen, Tests, Stabilität, Kompatibilität, Datenschutz, App-Store-Pflege und Support.
Gerade bei einer App, die mit echten Energiedaten arbeitet, ist Zuverlässigkeit besonders wichtig. Nutzerinnen und Nutzer verlassen sich darauf, dass die angezeigten Werte verständlich, aktuell und sinnvoll aufbereitet sind. Diese Zuverlässigkeit entsteht nicht von selbst, sondern durch laufende Arbeit.
Fairness gegenüber bestehenden und neuen Nutzerinnen und Nutzern
Die Preisanpassung soll my4E langfristig absichern. Sie ist nicht als kurzfristige Gewinnmaximierung gedacht, sondern als notwendige Grundlage, damit die App auch unter den neuen Bedingungen weiter betrieben werden kann.
Wer my4E Premium nutzt, unterstützt damit nicht nur die aktuellen Funktionen, sondern auch die laufende Pflege und die Zukunft der App.
Fazit
Die Anpassung der my4E Premium-Preise wurde notwendig, weil sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen deutlich verändert haben.
Vom App-Store-Preis bleiben nach Umsatzsteuer und Apple-Provision nur Teile übrig. Gleichzeitig entstehen durch die neue, nicht mehr kostenfreie E3/DC Datenschnittstelle zusätzliche laufende Kosten. Dazu kommen viele Jahre Weiterentwicklung, neue Funktionen, Support, Tests, Geräteanschaffungen, Steuern und allgemeiner Unternehmensaufwand.
my4E soll auch künftig zuverlässig, unabhängig und modern weitergeführt werden. Dafür braucht es eine Preisstruktur, die zu den tatsächlichen Kosten passt.
Die Preisanpassung ist daher ein notwendiger Schritt, um my4E langfristig erhalten und weiterentwickeln zu können.